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     Aus dem Alltag eines Journalisten
 
Es ist vorbei - da kann man nichts machen! Wir feiern Abschied von der Herrschaft des Geldes mit Peterlicht und seinem poetisch-poppigen neuen Album.
 
Die CD zum Buch zum Theaterstück: Das dritte Werk von Meinrad Jungbluth (so der sonnengedeckte Name) hat einen langen Anlauf hinter sich. Die Münchner Kammerspiele setzten im Februar einige seiner Lieder in ein Theaterstück um, der Blumenbar Verlag hat seine Gedichte, Zeichnungen und Songs zu einem handlichen Buch verarbeitet. Das Album, auf dem alles basiert, ist erst jetzt lieferbar, aber - um es wahr und klar zu sagen: Das ist der wahre Jakob!
 
Peterlicht arbeitet mit Slogans: "Wir werden siegen!", "Gerader Weg!", "Es bleibt uns der Wind!" - das alles sind Songs, die zwar als persönliches Statement gemeint sind, aber hymnenhaften Charakter haben, also das Publikum hinter sich versammeln sollen. Anderen würde man solch' messianische Botschaften als doktrinär nicht durchgehen lassen, aber der Sänger und Poet aus Köln besitzt die Eigenschaft, dass man ihm nichts übel nehmen kann. Peterlicht setzt sich mit seinen subjektiven Statements an die Spitze der "Generation Praktikum", die weiß, was sie will, aber auch genau weiß, was sie bekommt.
 
Der "revolutionäre" Duktus ist dabei unernsthaft, ohne ironisch zu sein. Und immer wieder kippt die Kiste in Melancholie und Naturbetrachtung um (siehe die in diesem Kontext nicht unähnliche neue Blumfeld-Platte).
 
Damit alles 'runtergeht wie Öl sind die Songs an Eingängigkeit nicht zu überbieten, was in diesem Fall nicht nur willkommen ist, sondern sogar notwendig erscheint. Selten war ein deutsches Album so im Hier und Jetzt und so auf den Punkt wie diese "Lieder vom Ende des Kapitalismus". Und selbst, wenn du auf so 'was normalerweise gar nicht stehst, werden wir dich dabei ertappen, wie du irgendwann diese Heuler mitgrölst - in der Badewanne oder im Theatergraben (Samstag, 6. Mai live in den Münchner Kammerspielen).
 
Mehr zu PETERLICHT auf seiner Homepage:
 
 
 
 
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Der internationale Idiot • Roderich Fabian • Journalist Website